Was machen die Bienen im Winter?

Wenn draußen die Tage frostig kalt sind, sind wir froh, uns im Warmen einkuscheln zu können. Den Honigbienen geht es nicht anders. Aber was machen die Bienen im Winter? Sie halten nicht – wie viele glauben – Winterschlaf.

Im Winter sind etwa 10-15 Tausend Bienen im Bienenstock, und damit nur etwa ein Drittel soviel wie im Sommer. Ihre Aufgabe ist es, das Bienenvolk durch den Winter zu bringen. Deshalb leben die Winterbienen mit bis zu 9 Monaten auch deutlich länger als die Sommerbienen, die nach etwa 6 Wochen sterben.

Die Bienen wärmen den Stock, indem sie sich ganz eng aneinander kuscheln und mit ihren Muskeln zittern und dadurch Wärme erzeugen. So halten sie in der Mitte der sogenannten Wintertraube Temperaturen von bis zu 35°C, auch wenn draußen minus zehn Grad herrschen. Im Zentrum der Wintertraube sitzt die Bienenkönigin.

Etwa Mitte Februar bis Mitte März, wenn die Außentemperatur einmal über 12 °C steigt, lockert sich die Traube. Die Bienen machen dann einen kurzen Reinigungsflug um ihr Geschäft zu verrichten.